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Anfahrt
Die
Anfahrt per Autozug war (fast) unproblematisch - fast deswegen,
weil die Herrschaften in Hildesheim uns zuerst zwingen wollten,
unsere Gepäckrollen von den Moppeds abzubauen und mit ins Abteil
zu nehmen...:-(( - das wäre bei drei Leuten = 8 Gepäckrollen
& 3 Tankrucksäcke aber sehr, sehr eng geworden...und sowas
hatten wir vorher auch noch nie erlebt.
Wir
haben dann aber mit der Faust auf den Tisch gehauen und die Bahnleute
dermassen fertig gemacht.....Ok, träum-wach-auf: hart geblieben
sind wir allerdings und konnten dann gegen Unterzeichnung einer
Verantwortlichkeitsabschiebungserklärung die Rollen dranlassen
- war auch alles noch da in Narbonne. Nur der Service war diesmal
keine gute Werbung für die Bahn: überheiztes Abteil, ein
sparsamer Kaffee am Morgen, und auf der Rückfahrt gab´s
man grade ein mageres Frühstück anstelle des früher
üblichen Abendbrots, und dann brauchte der Zug zwei Stunden
länger als üblich - wir waren statt um 10 um 12 in Hildesheim,
und laut Bahn sollte das auch ganz normal sein; die Folge ist, dass
der Zug an jeder Milchkanne hält und wartet ... und wartet
... und wartet, um nicht zu früh wieder in Hildesheim zu sein!!!
So können wir den Autozug momentan nur bedingt
empfehlen!!!!!
(..und wir haben für Hin- und Rückfahrt immerhin 500,-
€ pro Person gezahlt!) |
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Anfahrt Spanien / Fähre
Von
Narbonne aus sind noch etwa 1150 km bis Almeria abzuspulen.
Gefahren sind wir über die Route Narbonne - Perpignan - Barcelona
- ab Valencia Landstrasse über Jumilla - Caravaca - Albox -
Sierra de los Filabres (super!) - Almeria; Fähre Nador.
Von
Spanien aus haben wir die Fähre Almeria -
Nador genommen.
Zu
buchen in jedem anständigen Reisebüro (FerryMaroc oder
Comanav). In Almeria lief die Fähre um 22.00 aus und wir haben
ganz gemütlich eine Stunde vor Abfahrt die vorbestellten Tickets
abgeholt und dann in Ruhe auf die Abfahrt gewartet. Viel eher dazusein
lohnt sich m.E. nicht, der Ticketschalter machte erst eine Stunde
vor Abfahrt auf und das Beladen der Fähre geschah von kurz
vor bis kurz nach 22.00. Im Vergleich zu z.B. skandinavischen Fähren
alles sehr entspannt und locker!
Preis pro Person hin-retour in Aussenkabine: 168,- €
Die
Überfahrtdauer konnte uns übrigens niemand
sagen: offiziell 5 Stunden, aber dann wären wir halb in der
Nacht in Afrika gewesen. Tatsächlich kamen wir jeweils gegen
halb acht an, auf der Rückreise legte das Schiff einfach 2
Stunden später ab als geplant. Es bleibt jedenfalls genug Zeit
zum Schlafen in der Kabine.
Bei der Einreise in Nador standen wir wohl etwas unsicher
herum und haben das Mitleid der Zöllner geweckt: flugs halfen
sie uns bei der Abwicklung aller Formalitäten und wir waren
nach etwa 5 Minuten mit allem durch.....
Benötigt haben wir übrigens nur Reisepass und Fahrzeugschein
- das war´s!
Bei der Ausreise haben wir dann doch noch einmal eineinhalb Stunden
am Polizeischalter in der Schlange gestanden, um uns den Ausreisestempel
zu holen. Mehr benötigt man dann aber nicht, es ging sofort
auf die Fähre, nachdem die Zöllner uns unser Ausreisepapier
gegeben hatten (wird in der Warteschlange vor der Fähre erledigt)
und nachdem diverse Kontrolleure dreimal alle Unterschriften und
Ausweise geprüft hatten; insgesamt sehr entspannt und IMHO
problemlos!
Auf
der Hinfahrt gab es auf der Fähre nichts mehr zu essen, auf
der Rückfahrt hatte die Cafeteria geöffnet, morgens bleibt
Zeit für ein Frühstück; alles natürlich nicht
preiswert! |
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Strecke in Marokko
In
Marokko sind wir einmal im Uhrzeigersinn um den Hohen Atlas gefahren,
bis an die Atlantikküste und zwischen Rifgebirge und Atlas
hindurch zurück zur Fähre nach Nador.
Streckenverlauf:
Nador - Guercif - Midelt - Cirque de Jaffar- Er-Rachidia - Erfoud
- Erg Chebbi - Tazzarine - Agdez - Taroudannt - Agadir - Essaouira
- Youssoufia - Kela Srarna - Beni Mellal -Kasba Tadla - Midelt -
Nador
Fahrstrecke:
5500 KM, davon knapp 3000 in Marokko.
Hier
gibt ´s ne Karte.
Wir
wollten ohnehin wegen der Kürze der Reise eher weniger Piste
fahren - aber es war auch schwierig, eine schlechte Strasse zu finden;
auf der gesamten Rundtour hatten wir keine 50 KM Schotter bzw. Piste!
Sogar die Strecke zum Erg Chebbi ist mittlerweile asphaltiert worden.....
Kosten
Sprit (Super) kostete etwa 0,92 €; drei Milchkaffee in einem
normalen Café: 1,50 €; ein Dreibettzimmer in einem sauberen,
ruhigen und schimmelfreien Hotel: etwa 15 - 30 € (teilweise
inklusive Frühstück & Abendessen).
Das
Campen am Rand
der Sahara war umsonst, aber unbezahlbar ;-))
Klima
Wir hatten einmal etwas Regen in Marokko, zweimal in Spanien, ansonsten
war´s kalt, aber sonnig ;-)
Unsere
Erfahrung: rechts von den Gebirgen trocken und kühl im Februar,
man kann aber durchaus in der Sonne sitzen, ohne Frostblasen zu
bekommen. Nachts gelegentlich Regen. Im Gebirge: kalt, neblig, karg,
Schneefall (bis 2200 Meter Höhe). Andere Gebirgsseite bis Atlantik:
da hatten wir den einzigen Regen am Tage, haben aber auch bei Agadir
in sexy Unterwäsche am Strand gelegen...
"Bedingt durch die geographische Lage weist Marokko verschiedene
Klimazonen auf. Die marokkanischen Küstengebiete weisen ein
subtropisches Klima auf. Die Sommer sind mediterran geprägt,
d.h. sie sind sehr warm und trocken. Das Landesinnere weist ein
kontinentaleres Klima auf. Die Sommer sind sehr heiß, die
Winter äußerst kalt. Im Süden herrscht bedingt durch
die Nähe zur Sahara ein Wüstenklima mit sehr heißen
Tagen und kalten Nächten.
Der mediterran geprägte Norden verfügt über heiße
Sommer, wobei es vor allem von Juni bis September sehr heiß
werden kann. Regen ist im Sommer selten, kann aber trotzdem vorkommen.
Von November bis März muß man dann mit vermehrten Niederschlägen
rechnen. Das Binnenland hat ein kontinentaleres Klima mit heißen
Sommern und kalten Wintern. Der Süden verfügt über
ein Tageszeitenklima, d. h. die täglichen Temperaturschwankungen
von Tag und Nacht sind weitaus extremer als im Jahresgang. Regen
ist äußerst selten, ereignet sich aber dennoch zu einigen
Zeitpunkten.
Kleidung:
Im Sommer ist leichte Sommer- und Sportbekleidung ausreichend. Beachten
Sie jedoch in bezug auf die islamischen Sitten, auch andere Kleidungsstücke
mitzuführen. Für die Abende sollten sie auch leichte Wollsachen
mitführen. Besonders bei Ausflügen in die Wüste sollten
Sie bedenken, daß es sich nachts stark abkühlt. Im Winter
sollten auch ein Mantel und Regenbekleidung zum Reisegepäck
gehören.."
Einreisebestimmungen (Stand Mai 2000)
WIR hatten ja mal wieder gar keine Probleme, aber offiziell gibt
es einiges zu beachten:
"Deutsche Staatsangehörige können für touristische
Zwecke bis zu 3 Monate visumsfrei nach Marokko einreisen. Grundsätzlich
benötigen deutsche Staatsangehörige zur Einreise in Marokko
einen Reisepass, der ab Einreise noch 6 Monate gültig ist.
Ausnahmen gelten für Pauschaltouristen, die im Rahmen einer
Gruppenreise einreisen. Je nach Absprache mit dem Reiseveranstalter
reicht hier der Personalausweis. Der Reisende sollte sich vor Antritt
der Reise jedoch beim Veranstalter informieren.
Der deutsche Kinderausweis wird anerkannt. Ab dem 3. Lebenjahr muss
ein Lichtbild angebracht sein. Der Eintrag des Kindes in einen Reisepass
der Eltern ist gleichfalls ausreichend. Auch hier muss ab dem 3.
Lebenjahr ein Lichtbild angebracht werden.
Bei Einreise mit Auto muss auch die Ausreise wieder per Auto erfolgen,
anderfalls drohen hohe Zollstrafen (auch bei Unfallwagen). Eine
entsprechende Versicherung empfiehlt sich.
Diese Bestimmungen können sich jederzeit ändern. Aktuelle
Informationen erhalten Sie bei der marokkanischen Botschaft (Tel
030-2 06 12 40)in Berlin."
Gesundheit:
Zwei von uns (Hallo, Gabi! ;-)) hatten sich impfen lassen (Hepatitis,
Cholera usw) - der Autor dieser Zeilen nicht, und bis jetzt (eine
Woche nach Rückkehr) geht´s mir noch ganz gut - ausser
einer permanenten Lustlosigkeit, was entweder am zu kurzen Urlaub
oder am Abfärben der marokkanischen Sitten liegt: "Vielleicht
man baut ein Jahr an seinem Haus, vielleicht 10 Jahre - wer weiß...?"
Gefunden im Netz: "Wir empfehlen unbedingt den Abschluß
einer Reisekrankenversicherung. Bei Kindern sollte man darauf achten,
daß ein altersgemäßer Impfschutz vorliegt. Erwachsene
sollten über einen Impfschutz gegen Polio, Diphterie und Tetanus
verfügen. Ein Impfschutz gegen Hepatitis A und B ist von Vorteil.
In den ländlichen, touristisch wenig erschlossenen Gebieten
Marokkos besteht von Mai bis Oktober ein Malaria Risiko. Besprechen
Sie mit Ihrem Hausarzt die medikamentöse Prophylaxe."
Sicherheitsinformation:
Wir hatten ein einziges Mal ein Problem: in Nador wollte
mir ein Junkie die Brille aus dem Helm reissen und das Motorradgepäck
klauen - es kamen aber sofort diverse Leute zuhilfe. Anschliessend
setzte sich ein Parkwächter neben die Moppeds...
Ich habe mich in Marokko so sicher gefühlt wie beisielsweise
in Skandinavien; allerdings waren wir auch selten in grösseren
Orten.
Als äusserst freundlich haben wir die Polizei erlebt: es stehen
oft Polizeikontrollen am Wegesrand, die uns insgesamt nur zweimal
angehalten und jedesmal mit Handschlag und besten Wünschen
verabschiedet haben.....
Wir waren übrigens nicht im Norden (Tanger - Fes), können
also über die dortige Drogenproblematik nichts sagen.
Etwas nervig kann die - wie sagen wir´s freundlich? - Kontaktfreudigkeit
der Leute sein: bei Stopps auf dem Land wollen 9 von 10 Kindern
Kugelschreiber, Geld oder Bonschen haben (oder alles), Reiseveranstalter
stellen sich vor´s Motorrad und wollen ihre Komplettpakete
3-Tage-Sahara-mit-Teppichkauf an den Mann bringen, ständig
heisst es: "Komm in meine Kasbah, wir trinken Tee, und dann..."
- ja, dann waren wir wirklich mal mit, haben drei Stunden lang übersüssen
Tee getrunken (immerhin grünen und nicht Pfefferminze), mit
den Gastgebern aus einer Schüsssel gegessen (wobei die Gastgeber
gerne auch die linke Hand zuhilfe genommen haben - sonst würden
ihnen ja auch ständig die Fleischbrocken runterkullern), haben
uns beim marokkanischen Fernsehen gelangweilt und durften dafür
am nächsten Tag an einer kostenlosen Verkaufsveranstaltung
von hochwertigem Teppichboden teilnehmen ("Ah, manchmal Berberfrau
arbeitet ein Jahr an Teppich, manchmal drei Jahre, ist egal...")
Insgesamt
alles im grünen Bereich und zu dritt (wenn´s drei Kasperköpfe
sind wie wir) angenehm auszuhalten - sehr amüsant die Vorstellung,
daß die ZDF-Mainzelmännchen alle aus Marokko kommen (achtet
nur mal auf die landesüblichen Zipfelmützenmäntel!!!)
Aus
dem Netz: "Angesichts der aktuellen Situation im Nahen
Osten kommt es in der Region zu -auch spontanen- Protestdemonstrationen
und Unmutsäußerungen der Bevölkerung. Wir empfehlen,
größere Ansammlungen von Menschen zu meiden und keinesfalls
an Demonstrationen oder anderen politischen Aktionen teilzunehmen.
Vorsicht ist auch bei touristischen Anziehungspunkten geboten, insbesondere
religiösen Kultstätten.
Von einem Grenzübertritt von und nach Mauretanien über
die Westsahara wird grundsätzlich abgeraten. Eine konsularische
Betreuung durch die Botschaft Rabat ist dort aus praktischen und
rechtlichen Gründen nicht möglich. Beim Grenzübertritt
von Mauretanien in die Westsahara ist zudem eine Gefährdung
durch nicht gekennzeichnete Minenfelder nicht auszuschließen.
Die Grenze mit Algerien ist nach wie vor geschlossen.
Das Sicherheitsniveau in Marokko ist generell recht hoch. Körperliche
Angriffe sind selten, kleinere Betrügereien oder Diebstähle
sind jedoch, wie auch in Deutschland, nicht ungewöhnlich."
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