| Ausserdem
sind Kanada und Alaska nun mal keine alten Kulturnationen: mal eben
von der Hauptstrasse abfahren, um auf dem Weg zu einem abgelegenen
Dorf über malerische Strässchen zu fahren und dabei gewachsene
Dorfstrukturen zu bewundern, verfallene Gehöfte und alte Gärten
zu sehen, mit freundlichen Landbewohnern ein paar Takte schnacken
- Fehlanzeige!
Stattdessen: breite und langweilige Strassen, links und rechts Zäune
oder undurchdringliche Wälder (und die auch noch als entsetzliche
Monokulturen!), die Ortschaften meist nach demselben Muster: drei
Schnellimbisse, zwei Tankstellen, ein paar Supermärkte, dafür
wird man von jeder wildfremden Verkäuferin im Supermarkt mit
einem "Oh, lovly, dear!" angeredet, was doch eher gekünstelt
wirkt ...
müssen wir alles nicht so schnell wieder haben! |
| Andererseits
haben vor allem Kanada und der südlichste Zipfel Alaska (Hyder)
uns einige spannende Begegnungen mit (wilden?) Tieren und manche
schöne Wanderung mit tollen Ausblicken auf smaragdgrüne
Seen gebracht - und mir als altem Pampafan
gefiel vor allem die flache Gegend um Edmonton und Calgary ganz
gut ... aber dafür den ganzen Nerv mit der Anreise, dem stundenlangen
Fahren über die Highways, den leicht dämlichen Amis, der
fürchterlichen Ex-und-hopp-(Un-)Kultur dort auf sich nehmen....? |